Rechtfertigung ist Verschwendung!

Das passiert hauptsächlich in Meetings. Irgendetwas liegt nicht vor. Zum Beispiel eine Information. Und schon geht es los: Dem noch harmlosen “Ich konnte nicht, weil …” folgt ein riesiger Wortschwall, an dessen Ende ich kaum noch weiß, wie ich heiße.

So, damit ist jetzt Schluss. Das erste Lean-Gesetz heißt: “Definiere Wertschöpfung aus Sicht des Kunden”. Ich als Kunde will in einem Meeting Wertschöpfung erleben. Nicht Verschwendung. Und vor allem keine Rechtfertigung.

Und jetzt habe ich gestern etwas verbockt. Eigentlich schon am letzten Freitag, aber gestern ist es mir aufgefallen. Unrettbar verloren und ich habe das Meeting abgesagt. Ich habe mich kurz und prägnant entschuldigt und ärgere mich am Meisten über mich selbst, dass mir – Moment mal, schleicht sich hier etwa eine Rechtfertigung ein?

Es ist so leicht, zu sagen: Es ging nicht, weil … und dann die Schuld auf Andere zu schieben. Aber Verantwortung zu übernehmen und sein Verhalten ändern, wer will das schon? Oder wer ist stark genug?

Rechtfertigung ist Verschwendung. Ihrer Zeit, meiner Zeit. Lebensenergie geht flöten. Rechtfertigen klingt auch so etwas wie “ins rechte Licht stellen”. Also, sich in einem besseren Licht darstellen. Aber wenn ich mich in einem besserem Licht darstelle, fällt auf andere ein Schatten. Nur lässt sich der Andere das nicht lange gefallen und über kurz oder lang gibt es hier einen kleinen Flächenbrand.

Entschuldigung, ich habe es verbockt. Ich habe die Ursache erkannt und versuche sie abzustellen.

Man muss es ja nicht gleich übertreiben und von PDCA oder Root-Cause-Analysis sprechen. Rechtfertigung ist Verschwendung.

Eine verschwendungsfreie Zeit wünscht Ihnen

Ihr

John Persch

Who Binds You?

johnpersch:

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Ursprünglich veröffentlicht auf Live & Learn:

wind, flow


Who binds you?
A monk asked Seng ts’an, “Master, show me the way to liberation.”
Seng ts’an replied, “Who binds you?”
The monk responded, “No one binds me.”
Seng ts’an said, “Then why do you seek liberation?”


Credits: Image – Madam Scherzo. Quote:  whiskeyriver.blogspot.com.  This is an Ancient koan / teaching story.  Seng Ts’an is the third Zen ancestor in China.

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25000 Mornings – Another Reason for the Lean Law #1

25000 Mornings, give or take, is all we humans get.

Think about it. These ten words made me think. And I started talking about it. We all agreed that it is time to focus on the most important things.

And I might add – to remember Lean Law #1: Specify Value.

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A colleague referred Seneca’s “On the Shortness of Life” to me, which was written almost 2000 years ago. Out of the translation of John W. Basore I quote: “the life we receive is not short, but we make it so, nor do we have any lack of it, but are wasteful of it.”

Seneca did not know of Lean. Nor did the makers of the 25000 mornings had Lean in mind, when they created the video. But both might raise the awareness for a Lean Transformation. Now, if you grab Womack and Jones “Lean Thinking – Banish Waste and Create Wealth in Your Corporation”, turn to the introduction:

Muda. It’s the one word of Japanese you really must know. It sounds awful as it rolls off your tongue and it should, because muda means “waste,” specifically any human activity which absorbs resources but creates no value …”

Which non-value-added tasks are we tackling today? Which wasteful activities will we stop today?

And this is important! And this is important!

johnpersch:

Great, it is Friday – time for reflection. What are you NOT doing next week?

Ursprünglich veröffentlicht auf Live & Learn:

black and white,photography,portrait,close-up,woman

And every day, the world will drag you by the hand, yelling “This is important! And this is important! And this is important! You need to worry about this! And this! And this!” And each day, it’s up to you, to yank your hand back, put it on your heart and say “No. This is what’s important.

~ Iain Thomas, I Wrote This For You


Credits: Quote – Thank you Mme Scherzo via I Wrote This For You: The Grand Distraction.  “I Wrote This For You” Book link @ Amazon. Photo: Impactlab.net

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The Voice of the Customer is Getting Louder – Can you afford not to Listen?

Zugegeben, ich bin hin und her gerissen. Auf der einen Seite ist das, was Sie in diesem Blog lesen, ein Plädoyer gegen die Voice of Customer. Ich halte sie für Verschwendung, weil wir dann nur das herstellen, was es eh schon gibt. Der Kunde kann gar nicht zukünftige Anforderungen definieren.

Da braucht es einen anderen Ansatz. Ich nenne ihn den WOW-Effekt. Wie schaffe ich es, dass dem Interessenten die Kinnlade herunterfällt und er zum Kunde wird?

Da gibt es ein paar Unternehmen bzw. Unternehmer, die ich immer wieder zitiere. Steve Jobs gehört dazu: “Today we have re-invented the telephone.” Ein Vorgang, der den Markt in seinen Grundfesten erschüttert hat. Beispiele finden sich in jeder Branche.

Und jetzt kommt das Process Excellence Network und stellt einen Beitrag zur Diskussion. Die Stimme des Kunden wird lauter – können Sie es sich erlauben, nicht zuzuhören?

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir unseren Kunden bzw. den Zielmarkt verstehen müssen. Welche Probleme löst unser Kunde täglich? Und wie können unsere Lösungen dabei helfen, unseren Kunden erfolgreicher zu machen? Das bedeutet natürlich, sich irgendwann die Frage zu stellen, ob man weiterhin Commodities anbieten will.

Ab Minute 2:20 kommt dann ein Slide, der mich begeistert. Da geht es um die Frage, wie das Kunden-Erlebnis gesteigert werden kann. Aha, der WOW-Effekt. Aber dafür ist keine Voice of the Customer notwendig. Da geht es um aktives Zuhören und eine Partnerschaft mit dem Kunden.

Eine lange Partnerschaft mit gegenseitigem Wachstum wünscht Ihnen

Ihr

John Persch

“Ich habe keine Zeit”

Das kennen Sie doch. Sie wollen etwas von einem und der hat keine Zeit. Jetzt nicht. Später vielleicht. Nie wird er dazu kommen. Soviel ist doch sicher.

Ja, dachte ich mir immer, dann ist eine Tätigkeits-Struktur-Analyse an der Reihe. Man beobachtet, was der zu Beobachtende so den ganzen Tag über macht. Vor allem geht es da um Unterbrechungen und Störungen. Wenn wir die abschalten können, haben wir schon einen ganze Menge erreicht. Wenn wir dann noch schädliches Multitasking unterbinden können, sieht die Welt plötzlich ganz anders aus. Verschwendung raus, Wertschöpfung hoch.

Soweit so gut. Die Ergebnisse öffnen die Augen. Trotzdem werden manche Leute einfach nicht mit ihren Aufgaben fertig. Was dann?

Ich habe von Tom Peters einen spannenden Film, Länge 2:13 Minuten, mit dem Titel “Your Calendar never lies” gesehen. Anklicken, und dann weiterlesen.

Schon komisch. Tom Peters hat Recht. Ein einfaches System – Zeit für Aufgaben blocken, mit einem Coach oder Mentor besprechen – Aufgaben nachhaltig umsetzen. Ein paar zusätzliche Gedanken von mir:

  • Was haben Sie sich für dieses Jahr, diesen Monat oder diesen Tag vorgenommen?
  • Was steht dafür als Aufgabenblock in Ihrem Kalender?
  • Und was steht in der Todo-Liste, die jeden Tag auf den nächsten Tag weitergeschoben wird?
  • Setzen wir den Prioritätenmix aus “heute und morgen wichtig” richtig?

“Your calendar never lies.”

Danke, Tom Peters,

sagt

John Persch

johnpersch:

Shakespeare: Nothing comes from doing nothing oder – nur machen macht erfolgreich!

Ursprünglich veröffentlicht auf Live & Learn:

charlie brown, waiting, take action, do something, success

“I’ve seen people waiting, watching and hoping someone else would step up, take ownership and make things happen. I’ve seen people stuck in blame-gear while others are doing the work and solving the problems. And I’ve seen people hesitating while others are committing. No surprise these were the same people complaining in my office when others received bigger increases, better assignments, or more interesting projects.  But, people who are winning at working become the someone else that others are waiting for. They step up and do something. They know when to act, and they feel better about themselves when they do. That’s because action feels better than inaction and commitment feels better than non-commitment. Both build your self-esteem. Here’s the bottom-line: you can’t be winning at working if you’re waiting for someone else to be the someone you could be.  In my way of thinking, winning at working means you commit…

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