Look at me when I talking to you

johnpersch:

Brilliant thoughts by Hugh McGuire “Look at me when I am talking to you.” And a great compilation by David Kanigan.

Ursprünglich veröffentlicht auf Live & Learn:

read-book-woman-portrait-black-and-white

“I’ve been finding it harder and harder to concentrate on words, sentences, paragraphs. Let alone chapters. Chapters often have page after page of paragraphs. It just seems such an awful lot of words to concentrate on, on their own, without something else happening. […]

When the people at the New Yorker can’t concentrate long enough to listen to a song all the way through, how are books to survive? […]

It makes me feel vaguely dirty, reading my phone with my daughter doing something wonderful right next to me, like I’m sneaking a cigarette. Or a crack pipe. […]

One time I was reading on my phone while my older daughter, the four-year-old, was trying to talk to me. I didn’t quite hear what she had said, and in any case… She grabbed my face in her two hands, pulled me towards her. “Look at me,” she said, “when I’m talking…

Original ansehen noch 77 Wörter

Saubere Dokumentation oder das Meeting mit Verschwendung

Mein Opa sagte immer: „Keine Auskunft ohne Akte!“  In der Schule lernte ich, mitzuschreiben. Was zwischen den Folien auf dem Overhead-Projektor gesagt wurde, war wichtig. Im Studium hat es mir den Allerwertesten gerettet. Gut, heute haben wir PowerPoint, aber der Satz hat für mich immer noch Gültigkeit. Spätestens in der Ausbildung war eine saubere Dokumentation Pflicht. Alles wurde dokumentiert. Jeder Anruf, jede Frage auf Papier und in der Akte abgelegt.

Keine Auskunft ohne Akte!

Heute nehme ich OneNote als Hilfsmittel. Und jetzt kam jemand auf mich zu und sagte mir doch tatsächlich, dass mein Mitschreiben auf dem Rechner signalisiert, ich wäre nicht aufmerksam.

Problem: Mein Kopf ist klein, bei vielen Dingen im Kopf vergesse ich manches.

Lösung: Mach Dir Notizen

Problem: Die gelben Zettel nehmen überhand

Lösung: großes Blatt mit handschriftlichen Notizen

Problem: Eingescannt ist bei meiner Schrift keine Volltextsuche möglich. Es entsteht weiterer Aufwand durch Katalogisieren bzw. Schlagwörter hinzufügen.

Lösung: elektronische Notizen, z. B. OneNote, EverNote oder …

Problem: Da denkt jemand, ich bin nicht bei der Sache, sondern mache irgendetwas anderes.

Lösung: unbekannt?

 

Ich verstehe die Welt nicht mehr.  Was nun? Ich versuche, Verschwendung zu minimieren. Information at your fingertips, genau dann aufgenommen, wenn ich es brauche. Möglichst wenig Verschwendung.

Dabei ist es doch Verschwendung, ein Meeting ohne Agenda zu betreten, zuzuhören und dann beim nachhause gehen fast alles vergessen. Vielleicht wird sogar kein Ergebnisprotokoll geschrieben? Den Sinn des Meetings stelle ich in Frage. Dann machen wir eine ganz neue Diskussion über Verschwendung auf. Informationsverschwendung pur wäre das. Dafür habe ich keine Zeit.

Ganz nebenbei: Was in meinen Kopf ist, liegt mit mir und der Grippe im Bett oder stürzt im Flugzeug ab. Und dann? Nicht existenter Wissenstransfer, weil keine Rückfall-Option. Alles weg. Game Over.

 

Keine Auskunft ohne Akte! Aber ohne gespitzten Stift oder schnelle Finger auf der Tastatur keine Akte. Und dann alles Verschwendung?

Oder wie Konfuzius gesagt haben soll: „Sage es mir, und ich werde es vergessen. Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich tun, und ich werde es können.“

Hier: Schreiben Sie auf, und Sie werden sich erinnern, oder es suchen können („da war doch was“).

Falls Sie eine bessere Lösung haben, lassen Sie es mich wissen. Entweder per Mail über die im Impressum genannte Adresse oder hier als Kommentar. Danke.

 

 

Beste Grüße

Ihr

 

John Persch

Verschwendung im Handel?

1, 2, 3, letzte Chance vorbei. Die verpasste Gelegenheit beschäftigt mich. Heute hatte der stationäre Handel die Chance, und vergab kläglich. Aber wahrscheinlich sitze ich nur auf der Spitze des Eisberges und das Problem ist viel größer.

Was war passiert? Ich war ohne Kaufabsichten in den Laden eines dänischen Schuhherstellers gewandert. Gut präsentiert, alles klasse. Und ein Modell gefiel mir richtig gut. Die freundliche Dame erkundigte sich nach meinen Wünschen und es kam, wie es kommen musste: Der Schuh meiner Wahl in meiner Größe war nicht da. Ich stand mit leeren Taschen da, die erste Chance vorbei.

Dummerweise für den Handel. Ich merkte mir den Namen des Modells und fand ihn abends dann vom Sofa aus. Ich probierte Z, M und A aus. Bei den ersten Versendern gab das Objekt meiner Begierde nicht. Im Dschungel wurde ich fündig.

Erstaunlicherweise liefert ein Händler aus dem süddeutschen Raum für x % günstiger als der Ladenpreis. Die zweite Chance für den Laden und zwei Schwergewichte im Internet vorbei.

Mittlerweile war ich verwirrt. Der Preis signalisierte mir ein Auslaufmodell, die Aufmachung im Laden eine Neuheit. Da ist wohl ein Check notwendig: Auf der Webseite des Schuhherstellers wird das Modell auch als Neuheit gepriesen. Und wo ich schon mal da war, habe ich mal kurz eine Listenpreis-Kontrolle betrieben.

Ergebnisse:

  1. Im Dschungel gibt es die besten Preise.
  2. und M. haben nicht die neuesten Schuh-Modelle.
  3. hat überwiegend Listenpreise.
  4. Der stationäre Handel scheint auf Listenpreise zu schwören.
  5. Der Versuch, mich von der außerordentlich guten Online-Seite beliefern zu lassen, wurde nur halbherzig vom Handel unternommen. Dritte Chance vorbei!

Gelernt habe ich, dass ich als Spontankäufer wohl ein Depp bin. Wahrscheinlich nicht der Einzige, sonst gäbe es den stationären Handel so nicht. Jetzt habe ich kürzlich gehört, dass wohl Frauen gern etwas im Laden anprobieren und noch in der Kabine schauen, ob es das Objekt der Begierde auch im Smartphone gibt.

Das hat mir letzte Woche nur ein Kopfschütteln hervorgebracht. Heute habe ich gelernt, dass das smart ist. Sehen, fühlen, anprobieren und dann im Netz bestellen. Wenn es dumm läuft, zahlt man den gleichen Preis. Läuft es aber gut, …

Für den Handel mit Massenartikeln zu Listenpreisen heißt das aber: Letzte Chance vorbei. Alle sieben klassischen Verschwendungsarten (TIMWOOD) sind auf einmal vorhanden. Zu viel Inventory, Transport, den keiner benötigt usw. bis hin zur verpassten Gelegenheit und verschwendetem Talent von Menschen. Dann sind wir bei neun Verschwendungsarten.

Wahrscheinlich ist das für Sie alles kalter Kaffee. Das kennen Sie schon. Aber wie sieht denn eine mögliche Lösung aus?

Darüber grübele ich in dieser Woche und freue mich, mit Ihnen darüber zu reden.

Bis dahin alles Gute,

Ihr

John Persch

LEAN, Flexibilität und Industrie 4.0

Auf der Homepage des VDMA habe ich ein Video mit dem Titel „Industrie 4.0 – Next Steps“ gefunden. Mit der LEAN-Brille betrachtet sehe ich ein paar spannende Themen für die Beschleunigung von Prozessen:

  1. One-Piece-Flow mittels RFID-Chip: Viele von uns kennen den Fertigungsauftrag, der auf Papier gedruckt wird. Die Alternative (und Herausforderung) kann RFID statt Barcode oder einem Nummerncode sein. Das stellt neue Herausforderungen für das ERP-System sowie den Materialfluss. Spannend wird es für die Zuführung der richtigen Werkzeuge, des Materials, der Fachkräfte sowie der Arbeitspläne oder Herstellvorschriften. Möglicherweise ein weiterer Baustein, um die Stückzahl 1 zu erreichen und Fertigungsabläufe an den Bedarf der Kunden anzupassen.
  2. Prozesse in Fertigungszellen auf Basis (von Taktzeiten) standardisieren.
  3. Standardisierte Prozesse ermöglichen das Erkennen von Abweichungen. Fehler finden, sie einzudämmen und die Ursache dauerhaft zu beseitigen wird zu einer Kernkompetenz der Unternehmen. Eine Reißleine (Andon-Chord) und der professionelle Umgang mit Fehlern ist zwingend notwendig.
  4. Der zunehmende Einsatz von Steuerungs- und Kommunikationssysteme wird zu einer Herausforderung für Unternehmen. Das betrifft nicht nur das Berufsbild des Instandhalters. Das Erkennen eines Fehlers aus der Ferne, das Stellen einer Diagnose und eine Fehlerbehebung durchführen zu können, könnte zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden. Die produzierenden Unternehmen haben das Ziel, die Anlagenverfügbarkeit (OEE) hoch halten. Nur laufende Maschinen bringen Geld. Cost of Ownership, Wartungsverträge mit garantierten Antwortzeiten dürften ein Baustein im Wettbewerb werden. Das eintfacht aus meiner Sicht wieder die Diskussion, was preiswert ist.
  5. Das Berücksichtigen von Total Productivity Maintenance (TPM) kann zum Wettbewerbsvorteil werden. Gelernt habe ich mal den Merksatz „Wartung vor Bruch“. Genau darum geht es: Servicepersonal triggern, vorbeugende Wartung durchführen, bevor es zum kostspieligen langanhaltenden Produktionsausfall kommt.
  6. Erstaunlich finde ich das Thema Sicherheit / hier Arbeitssicherheit. Im Video wird ein Beispiel gezeigt, wie mittels Sensorik Schutzzonen gesichert werden.
  7. Noch viel herausfordernder finde ich den Schutz vor Manipulation von außen. Wie kann man sicherstellen, dass Prozesse nur von autorisierten und geschulten Personen beeinflusst werden?

 

Viel Erfolg bei Ihrem PDSA wünscht Ihnen

Ihr

 

John Persch

 

Rechtfertigung ist Verschwendung!

Das passiert hauptsächlich in Meetings. Irgendetwas liegt nicht vor. Zum Beispiel eine Information. Und schon geht es los: Dem noch harmlosen “Ich konnte nicht, weil …” folgt ein riesiger Wortschwall, an dessen Ende ich kaum noch weiß, wie ich heiße.

So, damit ist jetzt Schluss. Das erste Lean-Gesetz heißt: “Definiere Wertschöpfung aus Sicht des Kunden”. Ich als Kunde will in einem Meeting Wertschöpfung erleben. Nicht Verschwendung. Und vor allem keine Rechtfertigung.

Und jetzt habe ich gestern etwas verbockt. Eigentlich schon am letzten Freitag, aber gestern ist es mir aufgefallen. Unrettbar verloren und ich habe das Meeting abgesagt. Ich habe mich kurz und prägnant entschuldigt und ärgere mich am Meisten über mich selbst, dass mir – Moment mal, schleicht sich hier etwa eine Rechtfertigung ein?

Es ist so leicht, zu sagen: Es ging nicht, weil … und dann die Schuld auf Andere zu schieben. Aber Verantwortung zu übernehmen und sein Verhalten ändern, wer will das schon? Oder wer ist stark genug?

Rechtfertigung ist Verschwendung. Ihrer Zeit, meiner Zeit. Lebensenergie geht flöten. Rechtfertigen klingt auch so etwas wie “ins rechte Licht stellen”. Also, sich in einem besseren Licht darstellen. Aber wenn ich mich in einem besserem Licht darstelle, fällt auf andere ein Schatten. Nur lässt sich der Andere das nicht lange gefallen und über kurz oder lang gibt es hier einen kleinen Flächenbrand.

Entschuldigung, ich habe es verbockt. Ich habe die Ursache erkannt und versuche sie abzustellen.

Man muss es ja nicht gleich übertreiben und von PDCA oder Root-Cause-Analysis sprechen. Rechtfertigung ist Verschwendung.

Eine verschwendungsfreie Zeit wünscht Ihnen

Ihr

John Persch

Who Binds You?

johnpersch:

Add your thoughts here… (optional)

Ursprünglich veröffentlicht auf Live & Learn:

wind, flow


Who binds you?
A monk asked Seng ts’an, “Master, show me the way to liberation.”
Seng ts’an replied, “Who binds you?”
The monk responded, “No one binds me.”
Seng ts’an said, “Then why do you seek liberation?”


Credits: Image – Madam Scherzo. Quote:  whiskeyriver.blogspot.com.  This is an Ancient koan / teaching story.  Seng Ts’an is the third Zen ancestor in China.

Original ansehen

25000 Mornings – Another Reason for the Lean Law #1

25000 Mornings, give or take, is all we humans get.

Think about it. These ten words made me think. And I started talking about it. We all agreed that it is time to focus on the most important things.

And I might add – to remember Lean Law #1: Specify Value.

A colleague referred Seneca’s “On the Shortness of Life” to me, which was written almost 2000 years ago. Out of the translation of John W. Basore I quote: “the life we receive is not short, but we make it so, nor do we have any lack of it, but are wasteful of it.”

Seneca did not know of Lean. Nor did the makers of the 25000 mornings had Lean in mind, when they created the video. But both might raise the awareness for a Lean Transformation. Now, if you grab Womack and Jones “Lean Thinking – Banish Waste and Create Wealth in Your Corporation”, turn to the introduction:

Muda. It’s the one word of Japanese you really must know. It sounds awful as it rolls off your tongue and it should, because muda means “waste,” specifically any human activity which absorbs resources but creates no value …”

Which non-value-added tasks are we tackling today? Which wasteful activities will we stop today?