Wie das Gewohnte hinter sich lassen?

Kontinuierliche Verbesserung lebt von der Verbesserung in kleinen Schritten hin zur Erreichung eines Sollzustandes. Manchmal reichen kleine Schritte aber nicht aus. Dann sind große Taten gefragt.

Für die meisten Teams ist es jedoch schwierig, den Status quo zu verlassen. Das kann ich nachvollziehen und be- noch verurteile ich dieses Verhalten. Es ist halt menschlich. Hinzu kommt die Angst, die Vorgesetzten, Kollegen oder auch Lebenspartner und Kinder zu enttäuschen. Dann lieber nichts machen und in der Komfort-Zone bleiben.

Meine Hilfsfrage, wie man Menschen aus dieser Komfort-Zone herausführen kann, lautet:

Können Sie mir das Gegenteil des aktuellen Prozesses beschreiben?

Ich habe ein Beispiel gefunden, dass sich nach „Das haben wir schon immer so gemacht!“ wieder mit dem Parken und Parkhäusern beschäftigt und Ihnen den Sinn dieser Frage verdeutlicht. Der Vorgang des Parkens ist immer gleich: Bei der Einfahrt ein Ticket ziehen, Parkplatz suchen usw. Sie kennen das. Wenn ein Team diesen Prozess jetzt verbessern sollte, wird es vielleicht zu Lösungsansätzen wie mehr Einfahrten, besserer Verkehrslenkung durch Ampeln oder auch zur Anzeige von freien Parkplätzen kommen.

Aber: Können Sie mir das Gegenteil des aktuellen Prozesses mit dem Ziel, das Auto zu parken, beschreiben? Grübeln Sie nicht, schauen Sie kurz in das Video aus Aarhus.

Alles klar beim kompletten Gegenteil des aktuellen Prozesses?

 

Herzliche Grüße

Ihr

John Persch

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2 Kommentare zu “Wie das Gewohnte hinter sich lassen?

  1. Jan Bieler sagt:

    Innovation entsteht nicht dadurch, dass bestehendes ständig optimiert wird, sondern wenn grundsätzlich NEU gedacht wird. Mir gefällt der Gedanke, mit dem Gegenteil des Prozesses anzufangen. Wie sieht die Erfahrung damit in der Praxis aus? Kommt was bei raus?

    Gefällt mir

    • johnpersch sagt:

      Wie oft wird man zu Situationen gerufen, bei denen die Teams einfach nicht weiterkommen? Da benötigt man Techniken, um aus der Sackgasse zu kommen. Beispiele sind das A3 mit dem Feld Obstacles / Hindernisse. Hier muss sich das Team während des Denk- und Umsetzungsprozesses schon frühzeitig mit dem möglichen Scheitern bzw. den Risiken beschäftigen. Reverse Brainstorming ist auch eine Möglichkeit, um Teams auf die Sprünge zu helfen.

      Bei der Innovation funktioniert der Prozess genauso. Nur muss man vorher schon daran denken, wie die Geldgeber und hinterher die potentiellen Kunden von der Idee überzeugt werden.

      Gefällt 1 Person

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