Schon Kinder kennen PDCA

Kinder und Erwachsene – Veränderung und Stillstand

Ich beobachte gerade meine Kinder. Sie machen einen Ausflug. Der Strandkorb ist das Auto. Eine eilends herbeigeholte Decke wird der Anschnallgurt. Beistelltische werden gezogen und geschoben und symbolisieren Motorhaube und Kofferraum zugleich. Sie haben Bücher, Rucksäcke und Trinkflaschen dabei. Das Strandkorb-Auto startet. Raten Sie mal, wer fährt.

An dieser Szene begeistert mich die Phantasie, die Begeisterung und der Enthusiasmus. Aus den Kinder-Augen leuchtet ein Feuer der Begeisterung. Es ist ansteckend. Es macht (die Kinder und mich) glücklich.

Jedes Spiel wird besser. Das Setup perfektioniert. Die Kinder planen ihr Spiel. Sie spielen, kontrollieren und verändern erneut. Planen den nächsten Schritt, wiederholen den Kreislauf. Deming nennt es PDCA – Plan, do, check, act. Und immer wieder. Bei meinen Kleinen PDCA im kleinen. Oder gibt es vielleicht ein angeborenes PDCA-Verhalten?

Erwachsene

Schauen Sie sich mal um. Was sehen sie? Begeisterte Menschen, die mit Freude ihrer Tätigkeit nachgehen? Oder Menschen mit leerem Gesichtsausdruck? Laut Umfragen ist nur jeder siebte mit seiner Arbeit zufrieden und würde für den Arbeitgeber durchs Feuer gehen.

Veränderungen zu initiieren und zu begleiten ist meine Leidenschaft. Ich bin glücklich darüber, dass es mein Beruf ist. Ich stoße oft auf Prozesse, die in Handbüchern beschrieben wurden, in der Praxis aber ganz anders ausgeführt werden. Diese Prozesse unterliegen keiner geplanten Veränderung. Von PDCA fehlt jede Spur. Meistens werden sie auch von Menschen ausgeführt, denen man die Begeisterung für ihre Arbeit nicht ansieht.

Gut laufende Veränderungsprozesse haben Menschen, die begeistert von ihrer Tätigkeit sind. Für sie gilt „gut genug ist nicht gut genug“. Sie wollen mehr. Und sie haben das gleiche Leuchten in den Augen, wie es meine Kinder haben.

Was sehen Sie in Ihren Augen? Leuchtet es da? Oder schauen Sie im Spiegel in die Augen eines alten Menschen?

Für Veränderungsprozesse gilt es, Menschen im Team zu haben, die dieses Leuchten in den Augen mitbringen. Für uns als Führungskräfte ist es wichtig, zu verstehen, warum das Leuchten bei anderen verloren gegangen ist. Wenn es irgendetwas gibt, um es wieder zu entfachen, müssen wir es tun? Oftmals tragen diese Menschen einen großen (Erfahrungs-) Schatz in sich und können Veränderungen auf neue Stufen heben. Ich habe mehr als einmal den Satz gehört „Endlich kommt mal jemand und wir dürfen verändern“.

Superkräfte

Die Begeisterung steckt an. Sie macht Freunde und Freude. Das Kind im Inneren gibt es auch. Es will mit Ihnen lachen, weinen, spielen, toben, glücklich sein. Wachsen dürfen, Superkräfte entwickeln. Und Veränderung, Change, Verbesserung. Stillstand ist ihm oder ihr fremd. Heinrich Schaible, dem ich diesen Artikel widme, danke ich für die Bestätigung, dass es dieses „inner child“ wirklich gibt und keine Erfindung von mir ist.

Und für alle noch einen zweiten Tipp, wie Sie Superkräfte erhalten können. Achtung, das Video ist 7:26 Minuten lang, aber jedes lohnt sich! Schalten Sie ggf. die englischen Subtitles ein. Ron spricht kein Schul-Hoch-Englisch.


Welche Tipps haben Sie, um das Kind in Ihnen, die Neugierde und den Wunsch zu wachsen, am Leben zu erhalten?

Während Sie über die Frage grübeln, spiele ich mit meinem inneren Kind. Wir stellen die gefürchteten Warum-Fragen und alles auf den Kopf. Bauen auf, zerstören, bauen besser wieder auf. Wir werden lachen und Superkräfte entwickeln und die Augen wie Leuchttürme leuchten lassen. Wir machen PDCA, um Prozesse zu verbessern. Aber bevor ich das tue, noch ein Satz, den Sie auf Ihren Spiegel kleben könnten: „Grown-ups tend to be Given-Ups. It’s your life and your choice!“.

Ich geh spielen!

Ihr

John Persch

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PDCA – Plan Do Check Act – 2012

„We have put into practice a cycle – of developing “better cars,” which should increase sales and consequently profits to reinvest in developing even “better cars,” and we have confidence in this approach.“

Quote from the Speech for Mr. Toyoda, President on the financial results announcement for the fiscal year to March 2012

Nachhaltigkeit und Lean

„Lieber Herr Persch, das mit der Lean-Transformation ist ja alles gut und schön. Aber wie schaffen wir es, dass die Veränderung nachhaltig wirkt? Ich glaube ja schon, dass wir vom Top-Management und die Leute an der Basis dahinter stehen. Aber was machen wir mit dem mittleren Management, das schon viele Jahre dabei ist?“

So oder so ähnlich wird diese Frage häufig gestellt. Mein Gegenüber hat Angst oder die Erfahrung, dass eine Veränderung nicht wirkt. Oder nur kurzfristig.

Die andere mögliche Variante dieser Frage ist: „Herr Persch, Sie sind jetzt der dritte Berater hier im Unternehmen. Wir hatten das Thema schon mal mit (wichtiger Name). Wie schaffen wir es, dass es diesmal funktioniert und auch von Dauer ist?“

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Warum eigentlich ständig Prozesse verbessern?

Mit Tools aus dem Lean & Six Sigma Baukasten verbessern wir täglich die Art und Weise, wie ein Unternehmen Wertschöpfung für den Kunden erzielt. Wertschöpfung ist das, wofür ein Kunde bereit ist, Geld zu bezahlen. Für innerbetriebliche Verschwendung ist niemand bereit, Geld zu bezahlen. Mehr dazu finden Sie in meinen Blog-Beiträgen über TIMWOOD / Verschwendung.

Aber warum sind nun exzellente Prozesse so wichtig? Das Schlagwort „Globalisierung der Märkte“ kennen Sie. Die Folge daraus ist eine Internationalisierung der Konkurrenzverhältnisse. Gut genug ist nicht mehr gut genug.

Prozessanalyse, die daraus gezogenen Schlüsse und die jetzt begonnene Verbesserung gestalten die eigene Zukunft. Statt nur darauf zu warten, von der Konkurrenz unnötig abgehängt zu werden. PDCA ist das Stichwort. W. Edwards Deming ein berühmter Vater.

Exzellente Prozesse sind besonders wichtig, weil heute jeder jeden kennt. Im B2C-Markt sprach man früher davon, dass eine negative Erfahrung 16 mal geteilt wird. Mit Facebook, Twitter & Co. wird die negative Erfahrung sofort weltweit verfügbar. Sie wird von Menschen mit gleichen Erfahrungen geteilt, zitiert und weiter verteilt.

Hören wir dem Kunden zu, erkennen seine Bedürfnisse (Voice of Customer ermitteln!) und machen ihn zufrieden. Mit fehlerfreien schnellen Prozessen. Mit kurzen Durchlaufzeiten ohne Verschwendung und Nacharbeit. Mit klaren Spezifikationen vom Vertrieb an den Betrieb ohne unnötige Rückfragen.

Exzellente Prozesse wünscht Ihnen

Ihr

John Persch

PS: Und zum Motivieren, wenn eine Veränderungsinitiative mal hängt, ein sehenswerter Beitrag: